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Achtung *** heidexe.de ist vorübergehend offline!

Bereits das ganze letzte Jahr über ließ das Engagement der heidexe-Redakteure spürbar nach. Dies schlug sich nicht nur auf unsere inhaltliche Aktualität und unseren Service nieder, sondern auch auf die Motivation von uns, die wir heidexe.de vor drei Jahren ins Leben riefen. Deshalb haben wir uns entschlossen, das Projekt vorerst „auf Eis zu legen“. heidexe.de verstand sich von Beginn an als ein Internet-Projekt, das nur von der Beteiligung seitens der Leser und dem Engagement der Redakteure (die in den meisten Fällen Studenten waren) leben konnte. Da beides in den letzten Monaten nur noch in sehr begrenztem Rahmen vorhanden war, halten wir eine Auszeit momentan für die beste Lösung.

Wir überlegen uns derzeit allerdings ein neues Konzept, da wir heidexe.de keinesfalls vollständig sterben lassen wollen – also habt ein wenig Geduld!

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Wer nichts wird, wird Teufelswirt

Erst wollten wir nur gemeinsam einen heben gehen. Dann kamen wir auf die Idee, den Termin unserer Redaktionssitzung zu opfern und die mehr oder weniger neue Homebase der „Welle Weststadt" zu observieren. „Zum Teufel“ heißt die und liegt nur wenige Laufminuten hinter dem Hauptbahnhof. Zu guter Letzt fanden wir es so schön da, dass wir schon ein paar heidexe.de-Partys dort steigen ließen (und da ging's bekanntlich ab).



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„Zum Teufel“ – der Name ist Programm. Außen völlig unscheinbar, gibt sich die Örtlichkeit hinter dem Mediamarkt-Gelände im Inneren fürwahr teuflisch. Die Wände: rot gestrichen. Die Hennalampen in den Ecken: geben rotes Licht. Und die Teufelszacke auf dem kahlgeschorenen Kopf des Barmanns: ebenfalls rot eingefärbt. Dieser junge Mann heißt übrigens Andreas Lucht, von aller Welt nur Lucht genannt, und ist einer der beiden Initiatoren des satanischen Kneipenplans. Der eine oder andere Heidelberger wird ihn aus dem Storchennest kennen, vielleicht auch als DJ „Herr Staatsanwalt“ von den zahlreichen Welle-Weststadt-Partys in den letzten Jahren, aber als Kneipier im Kirchheimer Weg 2 – das war eine Premiere.

Seit letztem Herbst steht der examinierte Jurist als Unternehmer hinter der eigenen Bar. In wochenlanger Schweißarbeit hat sein Partner Pascal geschraubt und gebohrt, den Boden verlegt, eine Theke mit Teufelsbekenntnis eingebaut und auch auf so liebevolle Details wie entsprechende Symbole für die Damen- und Herrentoiletten nicht verzichtet. Selbst die Technik am DJ-Pult lässt keine Wünsche offen: Ausgestattet mit Platten-Decks, CD- und Mp3-Spielern soll nicht bloß die Freude am Tanzen geweckt werden, sondern jeden Dienstag das Publikum selbst zum Zuge kommen.

Bringen wir es auf den Punkt: Der „Teufel“ statuiert ein Exempel dafür, dass sich mit relativ wenig Kapitaleinsatz hervorragende Dinge zaubern lassen. Darüber hinaus markiert er eine lobenswerte Ausnahme im ach so trendigen Cocktailbar-Eröffnungsrausch. Locations im Stile von Kookai-Boutiquen und mit Lagerfeld-Preisen gibt es in Heidelberg ja auch schon mehr als genug. Eine echte Alternative zum Storchennest – halle02 und Villa Nachttanz als Wochenend-Stützpunkte mal ausgenommen – hat dagegen noch gefehlt.

Bierpreise wie zu Omas Zeiten

Die glasklare Positionierung abseits des Hauptstraßen-Mainstreams kommt an: Zwar war es anfangs nicht immer leicht, die trinkfeste Heidelberger Jugend zu einem Marsch bis hinter den Hauptbahnhof zu bewegen (zumal die Temperaturen in den letzten Wochen nicht gerade mitgespielt haben), doch mit zunehmender Bekanntheit steigt auch die Zahl der Stammkunden spürbar an. Und die weiß nicht nur musikalisch, sondern vor allem mit Blick auf die Getränkekarte, was sie an ihrem Pakt mit dem „Teufel“ hat.

Mephisto Lucht legt großen Wert auf gute Musik: „Wir spielen alles außer Hiphop und ganz harten Techno“ sagt er knapp – und meint damit Indie- und Rockmusik in all ihren Facetten. Ein wenig Abwechslung aus dem elektronischen Bereich war ursprünglich ebenfalls geplant, erwies sich bisher allerdings als wenig geschäftsfördernd (eine kompatible Besucherschar ist hiermit aufgerufen, sich gefälligst zum „Teufel“ zu scheren). Auch die Getränkekarte spricht eine klare Sprache: Der „Teufel“ setzt auf Bierpreise wie zu Omas Zeiten, oder um nicht übertreiben zu wollen: wie zu D-Mark-Zeiten. Weizen für 2,80, Becks für 2,10, wo gibt`s das sonst im völlig überteuerten Heidelberg?
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Um das Rundum-Sorglos-Paket komplett zu machen, wurde erst kürzlich ein Videobeamer angeschafft. Nun heißt es pünktlich zum Start der Bundesliga-Rückrunde: Kickenkucken in der Obhut vom „Teufel“. Wer seinen Frust wieder einmal im Suff ertränken muss, weil sich die Lieblingsmannschaft wiederholt als Gurkentruppe entpuppt, kann es am nagelneuen Leonhart-Kicker gleich besser machen. Und wer sogar da nichts wird, wird auch Wirt.


Der „Teufel“ im Netz: http://www.zumteufel.net

    Autor: Konstantin Kehl




Von Staatsanwalt am 09.08.06, 19:35
Huch, was ist denn das ? Der Ausgehtest gleich wieder ganz oben ? Na ja, soll uns recht sein !!
Kleine Änderung: Championsleague zeigen wir noch bis November, Bundesliga gibt´s leider nicht. Arena will viel zu viel Geld haben.

Teuflische Grüße

Von konstantin am 10.08.06, 14:41
Naja, ich würde mal sagen... Sommerloch... Content-Recycling ;-)

Von freakazoid am 11.08.06, 11:15
YeaYea wollte ich mir ja auch noch anschauen. Sieht richtig voll aus da
Heidelberg ABC:

Vergesst alles was ihr bisher über Heidelberg gehört habt. Das war Mumpitz hoch drei! Hier ist die Essenz, aus einem Guss, von A bis Z

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