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Achtung *** heidexe.de ist vorübergehend offline!

Bereits das ganze letzte Jahr über ließ das Engagement der heidexe-Redakteure spürbar nach. Dies schlug sich nicht nur auf unsere inhaltliche Aktualität und unseren Service nieder, sondern auch auf die Motivation von uns, die wir heidexe.de vor drei Jahren ins Leben riefen. Deshalb haben wir uns entschlossen, das Projekt vorerst „auf Eis zu legen“. heidexe.de verstand sich von Beginn an als ein Internet-Projekt, das nur von der Beteiligung seitens der Leser und dem Engagement der Redakteure (die in den meisten Fällen Studenten waren) leben konnte. Da beides in den letzten Monaten nur noch in sehr begrenztem Rahmen vorhanden war, halten wir eine Auszeit momentan für die beste Lösung.

Wir überlegen uns derzeit allerdings ein neues Konzept, da wir heidexe.de keinesfalls vollständig sterben lassen wollen – also habt ein wenig Geduld!

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Das Heidelberg-ABC

An alle Neu-Heidelberger und Erstis: Vergesst alles was ihr bisher über Heidelberg gehört habt – das war alles Mumpitz hoch drei! Hier ist die Essenz, aus einem Guss, von A bis Z:



Erklärung: Das Icon bedeutet, dass es zum nachstehenden Stichwort ebenfalls einen Eintrag in der ABC-Liste gibt.

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Altstadt
Heißt in Heidelberg die Innenstadt. Hier sieht man Studenten, fotografierende Japaner und trinkende Amerikaner. Bei aller Euphorie in der schönen neuen Welt: Vorsicht vor teuren Cafés und Bars an der Hauptstraße.

Asiaten
Werden des öfteren in größeren Gruppen in Heidelberg gesichtet.

AStA
Allgemeiner Studierendenausschuss, gewählt durch das Studierendenparlament – zumindest überall dort, wo nicht Süddeutschland ist. Wer nach Berlin oder Köln schaut, sieht richtige Uni-Wahlkämpfe, bei denen eigentlich immer die grünen und linken Hochschulgruppen gewinnen. In Bayern und Baden-Württemberg jedoch wurden die Studenten 1977 entmachtet. Sie dürfen nur noch ein bisschen beraten, wenn es um Kultur- und Sportangelegenheiten geht.

Auslandsbafög
Bekommt man, wie der Name schon sagt, fürs Studium oder Praktikum im Ausland. Bafög eben. Erstattet werden Studiengebühren, Reisekosten, die Kosten für die Krankenversicherung usw. Auslandsbafög kann man auch bekommen, wenn man in Deutschland keinen Anspruch auf finanzielle Unterstützung von Vater Staat hat. Die Bewerbung ist nicht allzu schwer und die Aussicht auf Erfolg relativ hoch; allerdings muss man sein Antragsformular mindestens sechs Monate vor Reisebeginn abgegeben haben, denn die Mühlen der Bürokratie mahlen nach wie vor langsam. Weitere Infos und Adressen gibt´s unter http://www.bafoeg.bmbf.de/gesetze_merk06.php

Bafög
Abkürzung für das Bundesausbildungsförderungsgesetz, das seit 1971 all diejenigen mit Geld unterstützt, die sich sonst kein Studium finanzieren könnten. Bafög wird nach einer gründlichen Prüfung der Ansprüche zur einen Hälfte als Darlehen, zur anderen als Geschenk des fürsorglichen Staates an die Bildungshungrigen ausgezahlt (und von denen soll es in Heidelberg besonders viele geben). Wer Bafög bekommen will, muss dafür einen ziemlich aufwendigen und lästigen Antrag beim zuständigen Amt für Ausbildungsförderung abgeben (kann man aber auch im Internet: downloaden und einschicken). Hier gibt es übrigens nette und dreiste Beamte, auf deren Zuteilung man selbst keinen Einfluss hat. Das ist Schicksal! Man erspart sich allerdings einen Haufen Ärger, wenn es möglich ist, das alles frühzeitig zu regeln und zu den merkwürdigen Öffnungszeiten im Hof vom Marstall (wo das Heidelberger Amt idyllischerweise liegt) zu erscheinen: Mittwoch 12.30h bis 15.30h, Freitag 9h bis 12h. Geld gibt es übrigens erst ab dem Monat, an dem der Antrag gestellt wurde (also am besten schon mal einen Antrag stellen und eventuell fehlende Belege nachreichen). Und noch was: Wer nach dem vierten Semester weiterhin gefördert werden will, muss ein Zwischenprüfungszeugnis/ Vordiplomzeugnis oder einen Leistungsnachweis durch die zuständigen Studienberater des jeweiligen Faches vorlegen. Im Netz: http://www.studentenwerk.uni-heidelberg.de/serv03.htm

Beate
Muss man kennen. Die Frau ist unsere Oberbürgermeisterin und heißt mit Nachnamen Weber. Geboren 1943 in Reichenberg (heute Tschechien und dort als Liberec bekannt), ist Beate seit 1990 Oberbürgermeisterin unserer Stadt. Vorher saß sie schon zehn Jahre lang im europäischen Parlament. Sie ist zwar keine ehemalige Miss Deutschland, aber ehemalige „Frau des Jahres“ der ZDF-Frauensendung MonaLisa (1996).

Bib
Hirnrissiges Wort, das bei manchen Schlaubergern die Abkürzung UB (steht für Universitätsbibliothek) ersetzt.

Bio
ist in Heidelberg wirklich alles. Mindestens. Fast möchte man’s glauben. Jedenfalls bei gleich drei riesigen Bio-Supermärkten (Füllhorn, Alnatura, Fair & Quer), kleinen Tante Eva Lädchen (Eva’s Lädchen in der Dossenheimer Landstraße), Bio-Markt-Ständen (z.B. Samstags vor der Tiefburg in Handschuhsheim), Bio auf Rädern (Die Bio Kiste) und engagierten Studenten vor der Mensa (fürn Appel und nen Ei im Feld) mag man diese Stadt wohl für voll von politisch und auch sonst durch und durch korrekten Essern halten.

Capri Sonne
Tütensaft aus Heidelberg, der Schulzeit-Erinnerungen hochkommen lässt. Siehe auch http://www.capri-sonne.de

Copyshop
Zum halbwegs vernünftigen Studieren unerlässlich. Bei Hausarbeiten und Referaten ist der Gang zum Copyshop besonders angebracht, da die professionelle Laserdrucktechnik für etwa vier Cent pro Blatt netter aussieht als die verschmierte Tintenstrahl-Rotze von zuhause. Allein in der Altstadt gibt es gut ein halbes Dutzend ihrer Art, zum Beispiel direkt am Marstall (gegenüber vom Institut für Politische Wissenschaften) oder hinter der Triplex-Mensa am Uniplatz (Sandgasse, gegenüber vom Institut für Soziologie).

DAI
Das „Deutsch-Amerikanische Institut“ zeigt uns die sympathische Seite der nicht immer beliebten und nicht immer Vereinigten Staaten. Und: Das DAI hebt den Kulturfaktor in der Stadt enorm – von der Bibliothek (englische Videos und DVD´s!) bis zu den zahllosen Veranstaltungen in Literatur, Film und Politik wird einiges geboten. Im Internet erfahrt ihr, was gerade geht: http://www.dai-heidelberg.de

Delta
Laut Lexikon ein „fächerförmiges, mehrarmiges Mündungsgebiet eines Flusses“. Im Rhein-Neckar-Raum gern gebrauchter Ausdruck für die Region Heidelberg/ Mannheim/ Ludwigshafen. Nicht besonders passend, soll aber das Regionalgefühl verstärken.

Dozenten
Respektspersonen, die am häufigsten im Hörsaal anzutreffen sind. Wurden teilweise schon beim Inder gesichtet, und auch um Treffen auf öffentlichen Toiletten ranken sich Mythen. Beides hat keinen Einfluss auf den Respekt.

Drogen
Siehe Ecstacy

Ecstacy
Aus der Mode gekommene Modedroge. Studenten bevorzugen Marihuana, Kokain oder – in letzter Instanz – Heroin. Aber nur das gute Zeug.

Erasmus
Das fachgebundene Austauschprogramm für den Heidelberger Studenten. Man wird für 3 bis 12 Monate an eine der Partner-Unis geschickt, um Land und Leute kennen zu lernen, trifft aber meist nur andere Erasmus-Studenten. Kann auch ganz lustig sein, und da ein Auslandsaufenthalt im Lebenslauf mittlerweile obligatorisch ist, sollte man sich die Chance nicht entgehen lassen. Weitere Infos: http://www.eu.uni-hd.de

Fachschaften
Heißen eigentlich Fachschaftsvertretungen und vertreten die Interessen der Studierenden eines Fachbereichs. Treffen sich meist wöchentlich und trinken ein paar Bier. Manche organisieren sehr empfehlenswerte Fachschaftspartys, andere machen schöne Internetseiten: http://www.germanistik-in-heidelberg.de
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Fachschaftsparties
Spaßige Saufgelage, die von den àFachschaften aus Mangel an sonstigen Mitwirkungsmöglichkeiten innerhalb der Universitäten Baden-Württembergs und Bayerns in regelmäßigen Abständen (meist ein- oder zweimal im Semester) abgehalten werden. Dabei gibt es durchaus Unterschiede: Während Fachschaftspartys in der Triplex-Mensa um 1 Uhr durch den Hausmeister aufgelöst werden und manchmal an Halligalli-Dorfdisco erinnern, endet zum Beispiel die Philosophenparty in trauter Runde zum Morgencafé im Café Mantei am Bismarckplatz.

Fahrrad
In Heidelberg unerlässliches Fortbewegungsmittel. Wird mindestens einmal in der studentischen Laufbahn geklaut und darf auf keinen Fall verkehrstauglich sein. Billige Gebraucht-Räder gibt es übrigens bei Madame Vélo: http:// http://www.madame-velo.de - Alte Eppelheimer Str. 31a, 69115 Heidelberg (Tel: 06221/168261).

Fahrradklau
In Heidelberg gängige Praxis, um sich einen fahrbaren Untersatz zu beschaffen (zumindest wenn man es gerade nicht zu besagter Madame Vélo schafft). Besondere Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Einfach Tasche auf, Bolzenschneider raus, Fahrradschloss knacken, Bolzenschneider wieder einstecken und Abfahrt!

Geld
Offiziell verfügt kaum ein Student darüber (siehe Bafög), ausverkaufte Parties und volle Discos in Heidelberg sprechen dagegen.

Hauptstraße
Straße, um die sich in der City (sprich: Altstadt) so gut wie alles dreht. Vom Bismarckplatz an verläuft sie fast zwei Kilometer als Fußgängerzone in Richtung Karlstorbahnhof. Wer aus Yokohama oder New York an den Neckar kommt, sieht oft nicht viel mehr als Schloss und Hauptstraße – die dadurch immer belebt ist. Während des Semesters kommen die vielen Studenten hinzu, die über die Hauptstraße zu den vielen Uni-Instituten in der Altstadt gelangen. Nicht zu vergessen ist dabei die stets hohe Präsenz der Polizei.

Harlequins
Ein Haufen lustiger Typen, die noch lustigere Partys organisieren. Ob „Zauberberg" oder harlequinistische Parties in der Villa Nachttanz: Seit 1997 macht der illustre Kreis immer wieder mit regelrechten Party-Events an außergewöhnlichen Orten von sich Reden. Im Netz: http://www.harlequins.de

INF
Abkürzung für “Im Neuenheimer Feld” und große Straße durch das allseits bekannte „Feld“, an der die städtischen Wohnheime, aber auch die naturwissenschaftlichen und medizinischen Institute der Uni Heidelberg zu finden sind.

Jahrmarkt
Gibt es nicht. Hier gibt es nur die Kerwe.
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Karlstorbahnhof
Kulturverein mit einem sehr interessanten und vor allem abwechslungsreichen Programm. Hier gibt es nicht nur gute Parties, sondern auch Lesungen, Konzerte und vieles mehr. Oft schrecken die zu hohen Preise und der lange Gang durch die Hauptstraße ab, doch bekanntlich gibt es ja Nachtbusse, und die wenigen wirklich kulturell orientierten Institutionen der Stadt müssen unterstützt werden. Also öfters mal hingehen! Im Netz: http://www.karlstorbahnhof.de

Kerwe
Eigentlich dasselbe wie Jahrmarkt, heißt nur anders und findet regelmäßig in den Dörfern um Heidelberg statt. Verbal leicht rustikales Ambiente.

Kino
Heidelberg ist keine Stadt der Multiplex-Kino-Arenen. Trotzdem gibt es schon einige kleine Lichtspielhäuser, die mit einem Videoabend locker mithalten können. Das Gloria (Hauptstraße 146, 69117 Heidelberg) besticht mit einem Hang zu Independent-Filmen, die Harmonie/ Lux (Hauptstraße 110, 69117 Heidelberg) zeigt das normale Blockbuster-Programm, in der Kamera (Brückenstraße 26, 69120 Heidelberg) geht es auch eher anspruchsvoll zu, während das Karlstorkino (Am Karlstor 1, 69117 Heidelberg) mit Originalversionen ausländischer Streifen zu gefallen weiß. Außerdem gibt es noch das Schlosskino (Hauptstraße 42, 69117 Heidelberg) sowie das Studio Europa (Rohrbacher Straße 71, 69115 Heidelberg) mit dem größten Kinosaal Heidelbergs.

Lustmolche
Tummeln sich im Sommer an der Neckarwiese und ergötzen sich an sonnenbadenden, leichtbekleideten Menschen.

Mannheim
Gegenüber unserer Nachbarstadt haben Heidelberger drei Vorurteile: Mannheim sei 1. hässlich, 2. gemeingefährlich und habe 3. partymäßig mehr zu bieten als Heidelberg. Zu 1: Mannheim ist natürlich nicht so malerisch wie Heidelberg, verfügt jedoch – und das ist ein entscheidender Punkt – über Stadtparks. Nicht nur der Luisenpark ist sehenswert, auch der wesentlich kleinere Rosengarten ist grad im Sommer schön anzusehen. Zu 2: Im Kriminalitätsvergleich deutscher Städte schneidet die „Quadratstadt“ nicht „gut“ ab: Auf der Liste von Städten mit den meisten Straftaten pro Einwohner liegt Mannheim auf Platz 26. Zu 3: Hier stimmt wohl das Vorurteil. Partymäßig geht in Mannheim natürlich einiges. Jedoch finden sich besonders viele Partys für Drum'n'Bass- und Techno-Fans.

Marstall
Eines der wenigen aus dem Spätmittelalter erhaltenen Gebäude Heidelbergs, wenige Meter vom Uniplatz in Laufrichtung Neckar gelegen. Früher Kriegsvorsorge-Bau, heute Herberge einer modernen und teuren Mensa mit Namen Zeughaus und Bahnhofshallen-Charakter.

Mensa
Notunterkunft für hungrige Studenten ohne Geld und jegliche Geschmacksnerven [auch als Verb: mensanieren]. In Heidelberg gibt es drei Mensen: Die Triplex-Mensa am Uniplatz (hässlich wie die Nacht, aber relativ günstig), die Zentralmensa im Neuenheimer Feld (genauso hässlich und günstig), sowie die millionenschwer sanierte Mensa im Marstallhof, die als Zeughaus den elitären Anspruch der Uni Heidelberg schon einmal in punkto Verpflegung manifestieren soll (Essen kommt hier vom Buffet und einem ausgebildeten Koch; ist dadurch auch erheblich teurer). Speiseplan im Netz: http://www.studentenwerk.uni-heidelberg.de/speisepl.htm

Neckarwiese
Heidelbergs Grün am Rande des Neckar. Bietet im Sommer idealen Platz zum Erholen, Grillen und Chillen. Leider kein Geheimtipp. Abends Hauptausflugsziel vieler romantisch ambitionierter Gitarrenspieler, wagemutiger Feuerjongleure und Bongoleuten.

OEG
[Sprich: Öck!]: Abkürzung für "Odenwaldexpress", nicht zu verwechseln mit "Orientexpress" (was aber auf Grund des eher spartanischen Innendesigns auch nicht schwer fällt). Meistens 40 Jahre älter als die Bahnen in Heidelberg, kommen meist auch 40 Jahre später an als angeschrieben, doch man übe Nachsicht und zolle Maximum Respect: die betagte Dame nudelt sich täglich und unermüdlich durch sämtliche Käffer zwischen Mannheim und Heidelberg, und ist deshalb zu behandeln wie ein Intercityexpress (deshalb auch: "Zug hält" und nicht "Bahn hält" im kleinen Kasten an der Decke, was so manchen schon verwirrt haben mag). Im Netz: http://www.mvv-life.de/de/pub/verkehr/oegag.cfm

Orientierungsprüfung
Erfindung von Politikern, denen Langzeitstudiengebühren nicht gereicht haben. Die Orientierungsprüfung muss im Studium bis allerspätestens zum dritten Semester im Hauptfach (bei Magister auch in einem Nebenfach) bzw. in beiden Hauptfächern (Magister mit zwei Hauptfächern) abgelegt werden. In der Regel erfolgt das Prozedere über eine Klausur in einem Seminar mit „einführendem Charakter“. Wer sich nicht orientieren (lassen) will, der fliegt.

PH
Abkürzung für Pädagogische Hochschule Heidelberg. Lehrerbildungsanstalt für die Lehrämter Grund- und Hauptschulpädagogik, Realschul- und Sonderpädagogik. Mit einer Frauenquote von schätzungsweise über 80 Prozent der wohl größte Heiratsmarkt an universitären Einrichtungen. Zu sehen ist vor allem die jahreszeitabhängige Kollektion von H&M für Frauen wie für Männer. Bekannt ist die PH vor allem durch ihre regelmäßigen Partys (siehe PH-Partys).

PH-Partys
Berühmt-berüchtige Studentenpartys mit hohem Frauenanteil (siehe PH). Wohl überschätzt, denn manche Leute haben sogar gefälschte Eintrittskarten zu völlig überhöhten Preisen in Umlauf gebracht – und für diese auch freudige Abnehmer gefunden.

Philosophenweg
Berühmter Weg mit wunderschönem Ausblick auf Schloss, Altstadt und Neckar, der besonders bei gutem Wetter zum gemütlichen Spazieren oder Joggen einlädt. Angeblich flanierten hier gerne Dichter und Denker, um sich ganz dem Philosophieren hinzugeben. Ob diese traumhafte Aussicht wirklich zu tieferen philosophischen Einsichten führt, wer weiß. In jedem Fall lohnt sich ein Spaziergang!

Plöck
Parallelstraße zur Hauptstraße. Bekannt für indisches Essen ( 2 mal Raja Rani), Süßwarenläden (Zuckerladen), heimische Hiphopper und Kiffer-Utensilien. Doch Vorsicht beim Fußgang, Lebensgefahr durch Kamikaze-Radfahrer und drängelnde, sich im Nachteil fühlende Autofahrer!

Polizei
Mit Abstand stärkste Ethnie Heidelbergs. Ein Polizeiauto pro Tag ist Pflicht – und das nicht nur in Zeiten des Terrors. Kann manchmal nett sein und einem den Weg sagen, ist aber meist eher teuer: Mit dem Fahrrad in der Hauptstraße erwischt werden: 10 Euro. Mit dem Fahrrad eine rote Ampel übersehen: 60 Euro. Bei Anbruch der Dunkelheit im Hofe der Peterskirche sitzen und für die Zwischenprüfung lernen: Schwerer Verdacht auf Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz (inklusive Frage-Antwort-Marathon mit frischgebackenen Absolventen der Polizeischule). Größte Gefahr droht der kleinen und beneidenswerten Spezies der Autobesitzer unter den Studenten: wer sich nachts noch mit Promille im Blut gegen ein Taxi entscheidet und auffällig unauffällig ("Wenn ich das Licht ausmach, dann sieht man mich nicht") von der Halle 02, dem KaBa u.ä. nach hause gurkt, hat eine 0,23-prozentige Wahrscheinlichkeit NICHT rausgeblinkt zu werden. Im Netz: http://home.t-online.de/home/pdhd-pressestelle

Quallen
Gibt es in der Nordsee, nicht im Neckar.

Ruprecht
Toller Hecht, nach dem die Heidelberger Uni benannt ist. Ruprecht I. von der Pfalz, geboren am 9. Juni 1309 in Wolfratshausen und verstorben am 16. Februar 1390 in Neustadt an der Weinstraße, war Kurfürst von der Pfalz (1356 bis 1390) und beschloss eines schönen Tages, dass nach den Universitäten in Prag und Wien die dritte höhere Bildungsanstalt auf dem Gebiet des Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation zu gründen sei. Ruprecht wird noch heute gern gelesen, allerdings als nette und verhältnismäßig auflagenstarke Studentenzeitung: http://ruprecht.fsk.uni-heidelberg.de

Rechenzentrum
Siehe URZ

Schloss
Touristenattraktion über der Stadt. Durchaus hübsch anzuschauen. Genau wie auf der Neckarwiese sollte auch hier mindestens einmal des Nächtens gegrillt worden sein, ansonsten wird am Studentenstatus gezweifelt. Im Frühling: einmal monatlich Schlossbeleuchtung.

Schmiss
Auffällige Narbe im Gesicht von Burschenschaftlern, die aus so genannten „Mensuren“ (Fechtduellen) mitgenommen wird. Für diejenigen, die einen haben, eine Ehre – für alle anderen ein zweifelhaftes Schönheits-Merkmal.

Schwimmbadclub
[Kurz SMC] Disco mit Tradition und bevorzugte Endhaltestelle einer Party-Nacht. Alles ist drin, von Hiphop, über Disco-Fever bis hin zu Live-Konzerten – und wenn man Glück hat trifft man sogar MC Bencoir aus Marseille. Im Netz: http://www.schwimmbad-musik-club.de
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Semesterticket
Wird immer teurer (Wintersemester 2004/05: 79 Euro) und vor allem dann nutzlos, wenn kein Studierendenausweis mitgeführt wird (da verstehen die Kontrolleure keinen Spaß). Ist aber trotzdem eine feine Sache und der Beweis dafür, dass Anregungen aus Reihen von Studenten sinnvoll sein können. Mit dem Ticket kommt man bis nach Mannheim und fast bis nach Karlsruhe oder Frankreich.

Semesterwochenstunden
Zeit, die von Studenten in der Uni abgesessen und bei der Anmeldung zu den großen Prüfungen (Zwischen- und Magisterprüfung bzw. Vordiplom und Diplom) nachgewiesen werden muss. Im Vorlesungsverzeichnis ist deshalb auch immer die Rede von SWS. Eine wöchentlich „zweistündige“ Vorlesung (also z.B. von 14.15 bis 15.45 Uhr) gilt dabei als 2SWS. Angerechnet werden Vorlesungen und (Pro-)Seminare. Von Schul- auf Unistunden umzurechnen ist im übrigens völlig sinnlos, da Vorlesungen und besonders Seminare noch in Eigenregie vor- und nachbereitet werden müssen (okay, sagen wir „sollen“). Wer es schafft, von Montag bis Donnerstag je zwei Veranstaltungen à 2 Stunden zu besuchen (also 16 SWS zu sammeln), und nicht nach drei Wochen aufgibt, ist echt gut. Freitag ist Wochenende.

Sperrmüll
1. Kleinanzeigen-Blatt für die Region Heidelberg. 2. Lebensnotwendiger IKEA-Ersatz nicht nur für Bafög-Empfänger, denn Heidelberg pflegt eine wahrlich wohlhabende Wohnkultur, die über den kargen Arbeiter-Standard Mannheims weit hinausgeht. Hier stehen die neuesten Designer-Möbel quasi direkt am Straßenrand – einfach zugreifen und noch wohnen, statt schon zu leben!

Stiebers
Sagenumwobenes Hiphop-Duo aus Heidelberg. Ihr Laden (The Flame) ist in der Plöck zu finden. Dort verkaufen sie alles, was die modebewussten Hiphopper und farbenfrohen Sprayer so brauchen.

SWS
Komisches Kürzel im Vorlesungsverzeichnis. Siehe Semesterwochenstunden.

Tankstellen
Sind sowieso teuer, in Heidelberg besonders. Kleiner Tipp: 100 Meter nördlich der Handschuhsheimer Aral-Tankstelle sowie der heidexe-Redaktion befinden sich gleich zwei kleinere, in der Regel günstigere Zapf-Stationen. Auf der rechten Seite in Fahrtrichtung Dossenheim gibt es mit dem 50-Cent-Hansa auch noch Billigbier. Das haben sie schändlicherweise woanders oft abgeschafft.

Thingstätte
Liegt ganz oben auf dem Heiligenberg und ist das alljährliche Ziel der Heidelberger Maifeier. Dort trifft sich zur Walpurgisnacht alles und jeder oder niemand wieder. Denn Handys taugen da oben auch eher zum Wegleuchten, wenn man so ungeschickt war, nicht an die obligatorische Fackel zu denken. Fackeln wiederum sind in dieser Nacht nicht nur Leuchter, sie werden von etlichen zotteligen Freigeistern unter ekstatischen Trommelrhythmen auch zum kunstvollen Freiflug gebracht. Die Trockenübungen dafür sieht man im jeweils vorhergehenden Sommer auf der Neckarwiese. Aber keine Angst, direkt neben dem Amphitheater steht traditionell der Krankenwagen.
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Triplex-Mensa
Sieht aus wie ein Bunker und schmeckt auch so. Besticht durch weiße, eingetiefte, essensfurchige Tabletts im „Das-ist-ja-alles-so-praktisch“-Look. Für alle Studenten mit Geschmacksnerven: Vorsicht bei allem was rote Soße hat! Dagegen zu empfehlen: Fisch am Freitag. Die Bedienung ist ebenfalls recht freundlich. Speiseplan im Netz: http://www.studentenwerk.uni-heidelberg.de/speisepl.htm

UB
Universitätsbibliothek. Der ultimative Ort für alle, die powermäßig lernen wollen oder einfach zu viel Zeit haben und sich durch die vielen Bücher und stets aktuellen Zeitungen lesen mögen. Internetzugänge gibt’s natürlich auch. In der Altstadt direkt am Uniplatz, in der Plöck, gelegen (das pompöse rote Gebäude gegenüber der Peterskirche), sowie im Neuenheimer Feld in Haus Nr. 368.

Unipartys
Siehe Fachschaftspartys

Uniplatz
[umg. für Universitätsplatz] Für die Studenten vorgesehener Versammlungsplatz, meist jedoch nur bevölkert von asiatischen Touristengruppen. Und weil Heidelberg so wenig Geld hat, wird das Plätzchen beizeiten für Groß-Events genutzt, wie z.B. für den Mercedes Benz Kindererlebnispark. Oft zum Ärger der Studenten, die für die Hüpfburg nicht zugelassen werden.

Universitätsbibliothek
Unnötig langes Wort. Siehe UB.

Untere Straße
Von Kneipen gesäumte Straße vor dem Marktplatz, parallel zur Hauptstraße. Anlaufstelle für Abende ohne festes Ziel und viel zu viel Zeit. Außerdem teuer.

URZ
Kürzel (sprich: "urz") für das Universitätsrechenzentrum im Neunheimer Feld (siehe INF). Computerstandort für alle Studenten, die über keinen eigenen PC verfügen. Internet ist umsonst verfügbar, jeder in Heidelberg gemeldete Student erhält bei seiner Anmeldung an der Universität einen Benutzernamen, der ihm den Zugriff an den Computern erlaubt. Bei Fragen hierzu ist die Information im URZ hilfreich. Informationen aus dem Internet können umsonst ausgedruckt werden; jeder Student verfügt im Semester über einen "Freibetrag" der verdruckt werden kann.

Verbindungen
Unterscheide zwischen schlagenden und nicht schlagenden Verbindungen! Mitglieder der ersten Gattung sind manchmal an ihrem nicht mehr ganz vorhandenen Gesicht zu erkennen.

Villa Nachttanz
Ungewöhnlicher Ausgeh-Ort am Rande der Stadt. Geheimtipp für Freunde des nicht am Mainstream orientierten Miteinanders, Alternative, Hippies, Lagerfeuer-Fetischisten und Anhänger einer spirituell angehauchten Kommunikationskultur. Muss man gesehen haben! Im Netz: http://www.villanachttanz.de

Vorlesungsverzeichnis
Sammlung aller Lehrveranstaltungen, die von der Uni angeboten werden. In der Gesamtausgabe - http://www.uni-heidelberg.de/studium/vorlesungen/ws_04_05/index.html - kann man es vergessen, weil viel zu dick (sprich: schwer) und unübersichtlich. Besser sind die Kommentierten Vorlesungsverzeichnisse der jeweiligen Fachbereiche, die es meist in deren Sekretariat bzw. Bibliothek sowie im Internet zum Download gibt. Letzteres ist besser, da kostenlos.

Weihnachtsmarkt
Im Wintersemester auftretendes Phänomen auf dem Uniplatz, meist verbunden mit dem Konsum alkoholischer Getränke zwischen den Vorlesungen aufgrund der "Happy Hour" für Studenten.

Welde
Das Marstall-Bier in der geschwungenen Flasche. Schmeckt ein bisschen mager, tut’s aber auch. Die Werbung in den örtlichen Kinos sieht "Mann" durchaus gerne. Tipp: Vor dem Öffnen eine Frage überlegen, die mit Ja oder Nein beantwortet werden kann, und voller Freude in den geöffneten Abzieh-Deckel schauen. Das Welde-Orakel weiß immer bescheid. Und die Geschichte der Menstruation ist immer noch eine Geschichte voller Missverständnisse.... Im Netz: http://www.welde.de

Xylophon
Musikinstrument. Erfreut sich bei Studenten höchster Beliebtheit, noch vor der Gitarre.

Youssuf
Youssuf I., Freiherr von Emmertsgrund. Guckst du...

Zeughaus
Toller Name! Modernisierte Mensa und Bar im Marstall, mit dem angeblich längsten, mit Sicherheit aber langsamsten Tresen Deutschlands.

Zuckerladen
Könnte auch Zauberladen heißen, wenn nicht der Zahnarztstuhl im Schaufenster schon gänzlich andere Assoziationen erwecken würde. Nichtsdestotrotz: Standard-Anlaufstelle für Feinschmecker der süßen Esskultur und Pflichtprogramm für alle Passanten der Plöck. Wie im Kiosk aus Kinderzeiten kann man hier noch die Lakritzschnecken und sauren Zungen einzeln aus dem Glas holen. Vorteil: Es gibt wirklich alles, von exotischen Weingummispezialitäten bis hin zu holländischem Salzlakritz. Gratis mitgeliefert wird das mystische Entertainment des schwarz gekleideten Zuckermeisters mit Hut. Und vor dem Kauf wird ohnehin noch eine Runde gewürfelt, um ein kleines Extra-Häppchen ergötzen zu können. Doch nach dem Essen – Zähneputzen nicht vergessen! Im Netz: http://www.zuckerladen.de

    Autor: heidexe.de




Von sisyphos am 17.09.05, 11:46
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Behaglicher Laden, der, in der Ploeck als Nachbar der indischen Schnellrestaurants gelegen sich der anglosaechsischen Gebrauchtliteratur verschrieben hat. Huge collection, nice service, crazy neighbours. Tipp fuer alle, die ihren Poe gerne im Original daheim haetten.
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