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Achtung *** heidexe.de ist vorübergehend offline!

Bereits das ganze letzte Jahr über ließ das Engagement der heidexe-Redakteure spürbar nach. Dies schlug sich nicht nur auf unsere inhaltliche Aktualität und unseren Service nieder, sondern auch auf die Motivation von uns, die wir heidexe.de vor drei Jahren ins Leben riefen. Deshalb haben wir uns entschlossen, das Projekt vorerst „auf Eis zu legen“. heidexe.de verstand sich von Beginn an als ein Internet-Projekt, das nur von der Beteiligung seitens der Leser und dem Engagement der Redakteure (die in den meisten Fällen Studenten waren) leben konnte. Da beides in den letzten Monaten nur noch in sehr begrenztem Rahmen vorhanden war, halten wir eine Auszeit momentan für die beste Lösung.

Wir überlegen uns derzeit allerdings ein neues Konzept, da wir heidexe.de keinesfalls vollständig sterben lassen wollen – also habt ein wenig Geduld!

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Arctic Monkeys: 1000 gute Gründe

Es ist schon ein wenig spät, um über die neueste Wunderband zu schreiben. Vielleicht ist es jetzt aber auch richtig: Die erste Euphorie hat sich gelegt und man kann den Langzeitwert der Band erkennen, denn nach wie vor überfallt einen beim Erklingen eines Songes im Radio unweigerlich das Gefühl, es herauszuschreien: Danke, Arctic Monkeys! Dafür, dass es euch gibt, euch junge Musiker und diese seltsame Insel.



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Rock ´n´ Roll, das ist alles was wir wollen. Das ist alles was sie uns geben, nicht mehr und nicht weniger. Seit Ewigkeiten, vielleicht sogar noch vor Oasis, vielleicht seit den Beatles, gab es keine Band die international so viel Jubelschreie ausgelöst hat. Jung sind sie und musikalisch überzeugend, aber was erklärt ihren Erfolg? Im Folgenden nun eine Analyse, warum sie es geschafft haben, warum sie es aber auch verdient haben.

1. Sie sind britischer als der Fünf-Uhr-Tee
Die Arctic Monkeys klingen so urbritisch, dass selbst die Queen stolz ist, solches Zuchtgewächs auf der eigenen Insel blühen zu sehen. Nicht nur, dass sie aussehen wie eine Mischung aus Landei, Beatle-Lookalike und Schülercombo aus einem britischen Arbeiterviertel, sie pflegen auch ihren Akzent. Es ist schwer zu sagen, warum so viele erstklassige Bands von der Insel rüberschwappen, so dass man schon von einer Flutkatastrophe sprechen kann – die einzige, die man nicht verdammt, die aber dennoch Schlagzeilen macht. Vielleicht liegt dies daran, dass Briten ihr eigenes Ding durchziehen, auch ohne die EU. Klar sie sind stolz auf ihre Zöglinge, und sie rühren kräftig die Werbetrommel mit.

2. Der Brite ist hip und hyped kräftig mit
Das funktioniert besonders bei den Insulanern. Bands die gerade angesagt sind, werden in der Szene disktuiert, anschließend in den Clubs betanzt, auf Konzerten beklatscht, daraufhin infiziert sich das Umland innerhalb kürzester Zeit, epidemieähnlich. Man kennt die Geschichte der Monkeys: erste Auftritte, verteilte Demos, treue Fans und das Internet. Schon vor der offiziellen Veröffentlichung des Debütalbums verkauften sie größere Hallen aus, die Fans sangen lauthals die Texte mit. Seitdem die Platte veröffentlicht ist, genießen sie Superstar-Status. Das in so jungen Jahren und mittlerweile auf dem ganzen Globus, selbst die Amerikaner machen mit. Überall Werbung, die komplette Medienlandschaft berichtet, vom Szenespezialisten bis zur Klatschpresse. Ein Hype, der den letzten großen Act vom Domino-Label, Franz Ferdinand, um Längen übertrifft.
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3. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort
Ihr Sound trifft den Zeitgeist. Momentan befindet sich die Welle der Bands, die sich auf den Garagen-, Retro- und New-Wave-Rock eingeschworen hat, auf dem Höhepunkt. Man sieht jetzt schon den Untergang der Szene voraus, noch ist es nicht soweit. Die Monkeys haben es geschafft, auf dem Zenit als Anführer hervorzustechen. Rock ist heute kein Schimpfwort mehr für kantige Beats, er ist tanzkompatibel und macht der elektronischen Szene Konkurrenz, mehr und mehr Clubs stellen sich um. Die Drums spielen Off-Beat, der Bass groovt. Der Vorteil für visuell orientierte Menschen: man kann zusätzlich auch eine „echte“ Band bei ihrer Arbeit bestaunen und muss sich nicht auf kreisende Vinylteller beschränken.

4. So groß und immer noch Indie
Domino ist ein Indielabel und wuchs mit dem Erfolg von Franz Ferdinand. Damit haben die Arctic Monkeys indirekt Franz Ferdinand in zweifacher Weise zu danken. Franz Ferdinand machte – im Schlepptau mit anderen Bands – den Sound massenkompatibel, andererseits gab der Erfolg der Band dem Label die finanziellen Möglichkeiten, die Arctic Monkeys ordentlich bei ihrer Promotion zu unterstützen. Jetzt haben die Monkeys das schnellstverkaufteste Debüt-Album in der englischen Geschichte, die Singles laufen gut und man spielt sie im Radio rauf und runter. Da gucken die großen Majors blöd, verdammen lieber weiterhin das Internet, erfinden in stillen Kämmerlein nutzlose Kopierschutzsysteme und jagen Internetbenutzer wie Schwerverbrecher. Hätten sie lieber das getan, was Domino tat: Nach guten Bands Ausschau halten. Kombiniert man die Authentizität der Musik, des Labels und das äußere Image der Band – sie passen echt schwer in die oberflächlich geprägte Medienwelt –, dann wundert man sich dennoch, warum sie soviel Erfolg haben. Vielleicht liegt es einfach an der Qualität ihrer Musik.

5. Letzendlich zählt nur die Musik
Und diese überzeugt durch und durch. Das komplette Album strotzt vor Eingängigkeit, ist ohne Ende tanzbar, abwechslungsreich in den Details, versprüht die Rotzigkeit der ersten Punkbands und klingt ebenso ungezügelt. Daher schon jetzt: Das beste Debütalbum des noch jungen Jahres, vielleicht sogar Jahrzehnts, oder sogar Jahrhunderts? Vielleicht werden sie totgespielt, sind ein Ein-Album-Witz wie die Sex Pistols, enden in Belanglosigkeit wie Oasis oder tragisch wie die Beatles, vielleicht können sie dem ganzen Druck nicht standhalten, vielleicht aber doch und sie bleiben das, was sie sind: Vier Jugendfreunde, die einfach zusammen Musik machen wollen. Bleibt alles vorerst abzuwarten – und jetzt zu tanzen.

Am 7. April 2006 erscheint ein Kurzfilm auf DVD mit dem Titel: Arctic Monkeys – Scummy Man/A Short Film...

http://www.arcticmonkeys.com

Konzerte in Deutschland:
04.05.06 Mannheim
06.05.06 Köln
08.05.06 Münster
09.05.06 Dresden
11.05.06 München
24.06.06 Southside Festival
25.06.06 Hurricane Festival

    Autor: Benjamin Punke



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Vergesst alles was ihr bisher über Heidelberg gehört habt. Das war Mumpitz hoch drei! Hier ist die Essenz, aus einem Guss, von A bis Z

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