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Achtung *** heidexe.de ist vorübergehend offline!

Bereits das ganze letzte Jahr über ließ das Engagement der heidexe-Redakteure spürbar nach. Dies schlug sich nicht nur auf unsere inhaltliche Aktualität und unseren Service nieder, sondern auch auf die Motivation von uns, die wir heidexe.de vor drei Jahren ins Leben riefen. Deshalb haben wir uns entschlossen, das Projekt vorerst „auf Eis zu legen“. heidexe.de verstand sich von Beginn an als ein Internet-Projekt, das nur von der Beteiligung seitens der Leser und dem Engagement der Redakteure (die in den meisten Fällen Studenten waren) leben konnte. Da beides in den letzten Monaten nur noch in sehr begrenztem Rahmen vorhanden war, halten wir eine Auszeit momentan für die beste Lösung.

Wir überlegen uns derzeit allerdings ein neues Konzept, da wir heidexe.de keinesfalls vollständig sterben lassen wollen – also habt ein wenig Geduld!

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Wohnsitz: Heidelberg, 7 mal

Jeder, der sich in Heidelberg ein Zimmer suchen muss, weiß, wie schwer es ist, etwas Bezahlbares zu finden. Täglich erbettelt man sich beim Studentenwerk die Zettelchen mit Telefonnummern, um dann beim Anrufen festzustellen, dass jemand anderes schneller war und das Zimmer vergeben ist. Eine recht demütigende Angelegenheit, wie Kristina Steimel festgestellt hat – vor allem wenn andere gleich mehrere Wohnungen haben.



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In Heidelberg ist die Wohnungssuche eine scheinbar unlösbare Aufgabe: Wochenlang läuft man sich die Füße wund, um Absage um Absage zu bekommen. Doch irgendwann, früher oder später, hat man Glück und findet eine nette WG. Ging bisher jedem so. Es scheint aber auch Menschen zu geben, die kein Problem damit haben, gleich mehrere Wohnungen zu mieten und zu bezahlen.

Als bei einem Freund von mir neulich die Dusche repariert wurde, erkundigte er sich bei dem Hausverwalter nach der Wohnung über ihm. Es sei nie Licht an, man sehe und höre niemanden. Ob da überhaupt jemand wohne? Der Verwalter erzählte uns dann, es handle sich um eine vierzigjährige Psychologie-Studentin, die sich mit der Vermieterin verkracht habe. Sie zahle zwar die Miete, wohne aber woanders. Was für einen Sinn macht es, die teure Miete für eine Wohnung zu zahlen, die man nicht bewohnt? Leider wussten Hausmeister und -verwalter darauf keine Antwort.

Ich habe da aber so eine Idee. Bei der Frau handelt es sich um eine psychisch Kranke. Sie leidet massiv unter Verfolgungswahn und hat deshalb mindestens sieben verschiedene Wohnungen in Heidelberg, damit sie täglich wechseln kann. Niemand weiß genau, wo sie wohnt. Die Post lässt sie nach unterschiedlichen Kriterien in die verschiedenen Wohnungen kommen. Persönliches in die Weststadt, Telefonrechnungen nach Rohrbach, Studienangelegenheiten nach Handschuhsheim. Sie hat einen 08/15-Namen, wie es ihn zu hunderten in der Stadt gibt. So fliegt die ganze Sache bei der Post nicht auf.

Manchmal bestellt sie eine Pizza in die eine Wohnung. Sie hat das Geld vorher unter die Fußmatte gelegt und dem Pizzaboten gesagt, er solle das Essen einfach dort abstellen. An Trinkgeld hat sie auch gedacht. Ein paar Stunden später schleicht sie heimlich das Treppenhaus hinauf, holt die Pizza ab und verschwindet damit in eine andere Wohnung. Sie hat sich daran gewöhnen müssen, immer nur kalte Pizza zu essen. Das ist der Preis den man zahlt, wenn man inkognito leben will.

Da fällt mir gerade ein: ist nicht letzte Woche erst jemand in das Haus nebenan eingezogen? Bis jetzt hab ich noch niemanden sehen können, geschweige denn hören… Oh je, ich glaube jetzt habe ich Verfolgungswahn vor der Verfolgungswahn-Tante!! Ich, äh, ich muss weg!

    Autor: Kristina Steimel



Heidelberg ABC:

Vergesst alles was ihr bisher über Heidelberg gehört habt. Das war Mumpitz hoch drei! Hier ist die Essenz, aus einem Guss, von A bis Z

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