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Achtung *** heidexe.de ist vorübergehend offline!

Bereits das ganze letzte Jahr über ließ das Engagement der heidexe-Redakteure spürbar nach. Dies schlug sich nicht nur auf unsere inhaltliche Aktualität und unseren Service nieder, sondern auch auf die Motivation von uns, die wir heidexe.de vor drei Jahren ins Leben riefen. Deshalb haben wir uns entschlossen, das Projekt vorerst „auf Eis zu legen“. heidexe.de verstand sich von Beginn an als ein Internet-Projekt, das nur von der Beteiligung seitens der Leser und dem Engagement der Redakteure (die in den meisten Fällen Studenten waren) leben konnte. Da beides in den letzten Monaten nur noch in sehr begrenztem Rahmen vorhanden war, halten wir eine Auszeit momentan für die beste Lösung.

Wir überlegen uns derzeit allerdings ein neues Konzept, da wir heidexe.de keinesfalls vollständig sterben lassen wollen – also habt ein wenig Geduld!

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HEIDELBERG :: Heidelberger Szene :: Projekt:Aufruf zur Gründung einer bewusstseinsbildenden Diskussions und Tatzelle
AutorProjekt:Aufruf zur Gründung einer bewusstseinsbildenden Diskussions und Tatzelle
schwabe
Heidelberger
Heidelberger
Beiträge: 60

verfasst:
06.03.2006, 10:39 Uhr   

Das Erbe der Postmoderne ist auch, wie denn anders zu erwarten,auf der Heidexe in letzter Zeit in seinem alles relativierenden und somit aus einem Richtig-Falsch- Raum katapultierenden Gewande aufgetreten.
Am besten zu erkennen an den Debatten über Musik und Geschmack, wo man die Spaßgesellschaftsdebatte, den Expertendiskurs und den possenreisserischen Minderheitendiskurs oszilieren sah wie die Politik Gerhardt Schröders nach 1998.
Der singuläre Akt des Erschaffens eines intersubjektiv produktiven kritschen Diskurses
muss wieder zum Ziel gemacht werden und dazu brauchen wir in einer Post-Gott-Gesellschaft neue Wahrheitskriterien, weil sich sonst Diskurse wie Kraken aus den Leitmedien, wie z.B auch Musikzeitschriften, auch wenn sie als nicht mainstream gelten ausbreiten und sich in Glaubwürdigkeitsräumen endlos unproduktiv fortführen, dazu ein paar Zitate aus dem sehr instruktiven, wenn auch sehr pessimistischen Buch Paroxysmus von Jean Baudrillard:
"Das Fersehen sagt nichts anderes als: Ich bin ein Bild alles ist Bild, das Internet und der Computer sagen nichts weiter als: Ich bin Information, alles besteht aus Information.
....die Globalisierung entwickelt sich hingegen auf der Grundlage der Überlegenheit des Mediums und der Entwertung des Inhaltes.
Ich habe immer versucht philosophisch kritische Diskurse in die heidexe einzuspeisen und mein symbolisch singulärer Widerstand gegen Verramschung, Inflationierung und Ästhetisierung der Kriterienlosigkeit hat mich schon oft in manifeste Konflikte mit in Normalitätsblasen befindlichen geführt. Jeder der ausserhalb
eines Musikkonsumenten- und seelenstimmungs-Konzeptes bereit ist eine breite Diskussion über gesellschaftliche Themen zu beginnen, ohne Exklusion von nicht universitär gebildeten und dem alles überfahrenden Datenhighway nicht mit einem Maserati auf einer Mautstrasse begegnenden, der ist aufgerufen mir beim Aufbau eines eigenständigen Internetauftritts, bei der themenmässigen Basisfundierung, der rechtlichen und finanziellen Konstituierung eines Förderprojektes zur Bildung von Bewusstsein im Sinne einer freien, unhierarschischen Organisation, deren Vorprojekt und Fühler das Projekt tanzender Stern ist und war. Ich erhebe in keinster Weise Anspruch auf eine Definitionshoheit, dass Projekt soll eher aus einem deliberativen Diskurs einen kleinsten gemeinsamen Nenner der kritischen Bildung und der Tat ausserhalb der globalen Täterschaft( als Konsument u Konstituans der kapitalistischen Gesell.) erarbeiten.
Die Resonanz auf meine Artikel war leider hier sehr gering, was mich nötigt diesen Schritt ohne ein grosse Diskussion auf einem unabhängigen Medium gleich auf der eigenen Seite, falls sie überhaupt zu Stande kommt Flyerverteliaktionen und weiteres zu machen.
Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer und alle mir bekannten anderen Organisationen sind hirarchisch, verfilzt und eingebunden in Abhängigkeiten, Gründung
dieses Projektes ist wichtig, da der Aufwand organisatorisch, inhaltlich, finanziell usw.
für eine Person nicht tragbar ist, die Vernetzung zu Attac, Linkspartei, Heidexe und anderen Medien, aus dem kritischen Spektrum sollte gut funktionieren, da ich allen explizit gemachten Mitglied bin.

Das Projekt ist offen für jede gesellschaftsinnovatorische Kraft und distanziert sich klar von Begriffen wie links und rechts, man sollte lieber in einemglobalisierten Zusammenhang von Innen und aussen sprechen, deshalb kommt zusammen Leute lernt euch kennen :-D

Solidarität ist die Zärtlichkeit der Völker( Ernesto Che Guevara)Daniel.bazQgmx.de
_________________
UB 99 A 5732
 
Frank
Tourist
Tourist
Beiträge: 2

verfasst:
10.03.2006, 13:19 Uhr   

Lieber Schwabe,
das klingt total dufte, was Du da schreibst. zumindest so weit ich es verstanden habe. Falls ich überhaupt was verstanden habe. Bin mir nicht so richtig sicher. Vielleicht mag es daran liegen dass ich zur folgenden Spezeies gehöre::

...ohne Exklusion von nicht universitär gebildeten....

Ob Du wohl in der Lage wärst Deinen Aufruf in einer Sprache zu verfassen, die unsereins auch versteht?

Ich mein das ernst!

Allerbeste Grüße,
der andere Schwabe F.
(-)
 
schwabe
Heidelberger
Heidelberger
Beiträge: 60

verfasst:
10.03.2006, 14:29 Uhr   

Es geht im Grunde darum Widerstand zu leisten, gegen eine politische und gesellschaftliche Struktur, welche die Reichen immer reicher und die Armen immer Ärmer macht. Es geht darum Menschen ohne wirtschaftliches Interesse zusammen zu bringen, gemeinsam etwas zu erschaffen, das nicht einzelne abhängig macht, sondern alle reicher. Es geht um ein Verstehen und Bekämpfen von menschen- und freiheitsgefährdenden Tendenzen, um ein Projekt, welches Volksherrschaft beim Wort nimmt. Um eine Auflockerung und Ausweitung der persönlichen Kontakte der Menschen in Heidelberg.

Dazu plane ich:

Lesekreise in denen wichtige Bücher gelesen werden sollen und zwar in verschiedenen Bereichen

Vorträge in denen die erarbeiteten Thesen und Vorschläge für die Bürger Heidelbergs
kundgetan und weiter diskutiert werden können

Ein Internet Diskussionsforum für eine weitere Ausfeilung der Ideen und Ansätze

ich hoffe das sich ein paar Leute finden, die mir dabei helfen bzw. erst mal hier das Projekt diskutieren

solidarische Grüsse

;-)
Zitat:

Wenn die Zeit gekommen ist in der man könnte, ist die Zeit vorbei in der man kann( Marie von Ebner Eschenbach)Daniel.Baz@gmx.de
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Erdbeereis
Tourist
Tourist
Beiträge: 3

verfasst:
11.03.2006, 00:06 Uhr   

Zunächst einmal , danke Frank. Das gleiche dachte ich auch, als ich den Beitrag von Daniel las und das schreckte mich auch ab, was dazu zu sagen/schreiben.

Ich finde die Idee von Daniel super, warum kann man nicht zunächst ein Forum auf heidexe gründen, in dem gesellschaftspolitische Themen eingeworfen und diskutiert werden können oder die Gründung eines Buchclubs via Internet fände ich toll.

Mir fehlt auch auf heidexe ein Forum, was sich außerhalb der üblichen Rezensionen von Stücken oder Bands etc bewegt. Etwas derartiges könnte ein Anfang sein. Un dann kann ma schauen, wie die Resonanz ist... oder glaubst Du, Daniel, dass Heidexe,de sich für sowas definitiv nicht eignet?
 
schwabe
Heidelberger
Heidelberger
Beiträge: 60

verfasst:
14.03.2006, 06:16 Uhr   

würd ich nicht sagen, ich habe zum Beispiel die Konferenz Standort Globusmitgeplant, für die ich eine Pressemitteilung geschrieben habe, die ich auch hier veröffentliche, man muss sich halt so wie die Süddeutsche Zeitung oder TAZ zeigen heutzutage nichtmehr klar zu einer politischen Prägung bekennen, es gibt in den großen anspruchsvollen überregionalen Tageszeitungen mittlerweile immer verschiedene Lager, die das Meinungsbild einer Zeitung nur bereichern, bei uns gibt es ja nicht einmal diese Lager, nur manche Autoren halten sich halt politisch bedeckter als ich, ich habe aber auch eine ganz andere Lebensperspektive und kann mir deshalb gewissermaßen dezidierte auch idealistische öffentliche Äusserungen eher leisten und ich finde auch den Grundsatz der bessere gewinne richtig und bei uns sind die Zeitkontingente und Interessensgebiete so breit gestreut, dass in unserem Organ solche Kämpfe nicht unbedingt nötig sind, auch nicht in Zukunft, auch wenn ich trotz aller Insiderschaft was die heidexe betrifft kein Prophet bin. Ich werde der heidexe auch wenn es zu einer Trennung der Projekte kommt treu bleiben, weil sie ja gewissermaßen auch die Mutter meines Projektes ist und weil dahinter langjährige intensive Freundschaften stecken, das ist ja gerade das schöne jenseits von Politik und Karriere sind wir alle Menschen die sich verdammt gern haben.
Wer Infos zu der Konferenz haben will bevor der Artikel kommt schaue im Nett:ZeitungenSeitentitel: Rosa Luxemburg Forum Baden
Württemberg

Es geht um die Verbindung von Sozial und Umweltpolitik und es kommt zum Beispiel Elmar Altvater, Methling( Umweltminister Mecklenburg-Vorpommern)
das ganze beginnt am Freitag um 16.00 Uhr, in der Johannesgemeinde, Lutherstrasse 67, in Neuenheim, essen gibt für billig von Appel und Ei ner Biolandbaukommune
Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden( Rosa Luxemburg)
gut Nacht
Zitat:

Zitat:


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Schuch
Studiosus
Studiosus
Beiträge: 28

verfasst:
14.03.2006, 16:27 Uhr   

In der Theorie klingt das Angestrebte wundervoll. Ich selbst arbeite ebenfalls an ähnlichen Utopien, allerdings unorganisiert, unstrukuriert und rein gedanklich. Mein Motto: Mehr Muße für alle. Ich unterstütze das Vorhaben allein zum Zweck der positiven Motivation. Ich hoffe es gibt ein unglaubliches musisch-soziales Potenzial in der Gesellschaft, das von dem anerzogenen Konsumzwang gegängelt wird.
Es braucht Initiativen, die es wieder freilegen.

editiert von: Schuch, 15.03.2006, 10:03 Uhr
_________________
Ihr nicht?
 
schwabe
Heidelberger
Heidelberger
Beiträge: 60

verfasst:
09.04.2006, 15:49 Uhr   

Ich glaube, dass in einer Welt der Wissensindifferenz nur noch Umsetzungen von Schicksal wie auch Baudrillard sagt zählen werden, wäre ich nich in meinem psychatrischen Exil in Wiesloch in dem ich 2 Wochen mit einer Kleidermontur und unter Einfluss der strärksten erlaubten Psychodrogen, hätte ich in der mir gegebenen Zeit auch mehr in Kooperativen umsetzen können, aber die Liebe ist in einer neuen Intensitätsstufe in mein Leben gekommen und ich bin heut zum ersten mal seit dem wieder auf der beschützerin der Schamanen in Heidel, der Heidexe, wir baden nach Morrison, Dutschke u.u.u. weiter und es gibt jetzt hoffentlich einen Ankerpunkt in meinem Leben, der nicht von jedem Sturm wieder aufs wilde dionysische Meer getrieben wird.
Jeder schicksalstrunkene sei aufgefordert mich in meinem Exil in Wiesloch Heidelbergerstr 1a Station 03 zu besuchen
_________________
UB 99 A 5732
 
Name
Tourist
Tourist
Beiträge: 1

verfasst:
17.11.2006, 23:32 Uhr   

Das mit dem Schicksal stimmt schon, Schwabe. Bloss wer generiert noch Schicksal, wenn nur noch geredet wird, wie Du es tust und ich auch zugegebenermassen? Umsetzungen von Schicksal benötigen Handlungen, doch zum Handeln ist der Denker dummerweise nicht befähigt. Der Indifferenz der massenmedialen Beschallung ist meiner Meinung nach aus allein menschlicher Sicht wenig entgegenzusetzen. Man ist nur am Sortieren, und wenn man ein Ende gefunden zu haben glaubt, dann hält dies auch nur wieder für 2 Wochen. Das Stichwort hier ist Flexibilität, bloß der menschliche Geist ist zur reinen Flexibilität nicht befähigt, ohne Struktur hat er keine wahrnehmbare Existenz. Ich denke das hast Du angesichts Deiner psych(iatr)ischen Vorgeschichte auch schon festgestellt. Meine Lösung ist deshalb: unsere Wirkungskraft und Entscheidungsfähigkeit liegt ausserhalb unserer selbst. Probier mal zu beten! Nur so ein Tip, kein Bekehrungsversuch. Gruss, dein Name
_________________
J. W.
 

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